Dr Yasmin Alinaghi
Vorstandsvorsitzende Liga Hessen

Liga-Vorstandsvorsitzende Dr. Yasmin Alinaghi

Der Preis für soziale Ideen und Projekte

Die Bewerbungsphase für den dritten Hessischen Elisabeth Preis für SOZIALES ist abgeschlossen. Mehr als 70 Bewerbungen sind in diesem Jahr für den HEPS bei uns eingegangen, darüber freuen wir uns sehr! Die Jury hat die Preisträger-Projekte festgelegt. Einzelpersonen und Organisationen in Hessen konnten sich bewerben, deren Projekte sich um das Thema drehen:

„Einsamkeit – Mittendrin, nicht außen vor“

„In diesem Jahr hat das Thema Einsamkeit eine besondere Bedeutung erhalten, Corona hat Einsamkeit sehr sichtbar gemacht. Bei der digitalen Preisverleihung werden wir sieben Projekte auszeichnen, die Menschen jeden Alters Wege aus der Einsamkeit zeigen, so dass sie sich wieder als Teil der Gesellschaft fühlen, geschätzt und respektiert werden. Es sind ganz vielfältige Projekte gegen Einsamkeit oder Vereinsamung dabei. Sie leisten eine herausragende Arbeit“, so Liga-Vorstandsvorsitzende Dr. Yasmin Alinaghi (Foto).

Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen verleiht den Preis in Kooperation mit LOTTO Hessen und mit Unterstützung der Hessischen Landesregierung. Das Preisgeld beträgt 30.000 €. Schirmherr des HEPS ist der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier.

Elisabeth von Thüringen

Sie wird die Mutter Theresa des hohen Mittelalters genannt und steht als Sinnbild für die Entstehung der Sozialarbeit in Hessen. Elisabeth von Thüringen ist die Schutzheilige der Sozialarbeiter, der unschuldig Verfolgten, Bettler, Kranken und Notleidenden. 

1207 als Königstochter in Ungarn geboren, wird Elisabeth im Alter von 14 Jahren mit dem Landgrafen Ludwig IV. von Thüringen verheiratet, ihr fehlte es an nichts. Doch all der Reichtum war ihr nicht wichtig, sie sah ihre Berufung darin, für hilfe- und schutzbedürftige Menschen da zu sein, ihnen zu helfen. Das wurde am Hof und in der adeligen Verwandtschaft nicht gern gesehen. Sie ging allen Anfeindungen zum Trotz ihren Weg, alleine, nachdem ihr Mann früh starb, und widmete sich den Armen und Kranken. Sie gründete ein Spital in Marburg nach ihrem großen Vorbild Franz von Assisi und arbeitete dort als Krankenschwester bis zu ihrem Tod mit 24 Jahren am 17. November 1231. Bereits vier Jahre nach ihrem Tod wurde Elisabeth heiliggesprochen – sie ist in der eigens erbauten und geweihten Marburger Elisabethkirche begraben. 

Bewerbungskriterien

  • Innovationsgehalt

Der Hessische Elisabeth Preis für SOZIALES würdigt Bewerbungen, die zukunftsweisende Ansätze verfolgen. Gesucht werden Bewerbungen oder Initiativen, die innovative Ideen umsetzen, die neue Kontakte herstellen und unterstützen indem sie mit anderen Gruppen oder Initiativen zusammenarbeiten oder die innovativen Ansätze bei der technischen Umsetzung oder -finanzierung verfolgen.

  • Übertragbarkeit

Der Hessische Elisabeth Preis für SOZIALES zeichnet Bewerbungen aus, die zur Nachahmung anregen. Es ist daher wichtig, dass die Bewerbungen nicht nur unter den jeweiligen örtlichen Voraussetzungen gelingen, sondern dass sie sich auch auf andere Orte übertragen lassen. Einmalige Aktionen sind für den Preis damit nicht geeignet.

  • Nachhaltigkeit

Der Hessische Elisabeth Preis für SOZIALES würdigt in besonderer Weise Bewerbungen, deren Organisation und Finanzierung so angelegt ist, dass von einem dauerhaften Bestand ausgegangen werden kann. Wenn die Projekte in einem konzeptionellen Rahmen stehen, sollte dieser in der Bewerbung benannt werden.

 

Teilnehmen können

  • Einzelpersonen,
  • ehrenamtliche Initiativen,
  • Vereine,
  • Verbände,
  • Organisationen des Kultur-, Gesundheits- und Sozialwesens,
  • Kommunen,
  • Schulen,

deren Projekt in Hessen mindestens sechs Monate vor Beginn der Bewerbungsfrist gestartet bzw. realisiert wurde.