Wir suchen Euch und Euer Projekt!

Beteiligt – Gehört – Gesehen? (Spiel)Räume für das Jungsein und Erwachsenwerden

Freundschaften pflegen, neue Beziehungen knüpfen, gemeinsames Lernen, Party, Spiel, Rituale zum Übergang ins Erwachsenen-sein, Berufsorientierung und Pläne für Work and Travel – alles nicht möglich. Die Pandemie hat junge Menschen in ihrem Leben stark ausgebremst. Auf die Bedürfnisse von Jugendlichen und jungen Erwachsenen wurde lange Zeit in der Corona-Pandemie nicht geschaut. Zu diesem Schluss kommen auch viele der zuletzt durchgeführten nationalen und internationalen Studien. Der überwiegende Teil der befragten Jugendlichen fühlt sich von Politik und Gesellschaft nicht gehört und hat das Gefühl, keinen Einfluss auf aktuelle Geschehnisse zu haben. Sie haben Sorge, einen wichtigen Teil ihrer Jugend verloren zu haben. Insbesondere junge Menschen, die über wenige soziale und materielle Ressourcen verfügen, fühlen sich wenig von der Politik wahrgenommen und gehört, sind isolierter als vor der Pandemie. Viele Freizeit-Beschäftigungen und -angebote wurden und sind noch aufgrund der Pandemie ausgesetzt. Angebote der offenen Jugendarbeit, -beratung, der Jugendsozialarbeit, der Jugendberufshilfe, der politischen und kulturellen Bildung finden nur sehr eingeschränkt statt. Strukturen sind teilweise weggebrochen, die bei der Bewältigung des Alltags unterstützen, Zukunftsperspektiven (oder berufliche Perspektiven) aufzeigen und die jungen Menschen begleiten ihren Weg zu finden. Jugendliche sind nicht nur Schüler*innen, Auszubildende oder Studierende. Sie sind junge Menschen, die soziale Netzwerke brauchen, den Austausch mit Gleichaltrigen, das Miteinander.

Hier möchte der Hessische Elisabeth Preis für SOZIALES 2021 ansetzen:

Wir suchen Projekte/ Aktionen, die ein neues Miteinander in der Zeit der Pandemie geschaffen haben.

Wie haben sie es geschafft, Jugendliche und junge Volljährige zu beteiligen, ihnen eine Stimme gegeben?

Wie konnten sie wieder Mut schöpfen und gehört werden?

Welche „Brücken“ wurden gebaut, um Resignation aufzufangen und Perspektiven zu eröffnen?

Welche Aktionen haben gerade auch Jugendliche/ junge Erwachsene aufgefangen, die aufgrund ihrer Herkunft, sozialem Status oder anderer Gründe marginalisiert werden?

Wie blieben Kontakte zu Schule, Arbeit, Qualifikation tragfähig erreichbar oder wurden neu etabliert?

Wie und wo konnten neue öffentliche Räume für Begegnungen geschaffen werden?

Welche unterschiedlichen Projekte haben sich in der Pandemie gebildet, die vielleicht auch nach der Pandemie zukunftsfähig sind?

Hier sind gerade auch Aktionen und Initiativen gefragt von: Sozialarbeit, Jugendlichen selbst, Beiräten, Angebote wie Stadtteiltreffs, Initiativen, Gemeinwesenarbeit und sozialräumliche Angebote.

Teilnehmen können:

  • Einzelpersonen,
  • ehrenamtliche Initiativen,
  • Vereine,
  • Beiräte,
  • Verbände,
  • Organisationen des Kultur-, Gesundheits- und Sozialwesens,
  • Kommunen,
  • Schulen,

deren Projekt in Hessen zum Start der Ausschreibung (17.05.2021) bereits begonnen hat. Dies ist wichtig um beurteilen zu können, ob das Projekt auf Interesse und Akzeptanz stößt.

Die Bewerbung

Bewerbungen für den Hessischen Elisabeth Preis für SOZIALES müssen schriftlich begründet werden.

Wenige Angaben reichen hierfür aus:

  • Wie heißt das Projekt?
  • Wer ist Träger des Projekts?
  • Was beinhaltet das Projekt? (Zweck, Aktivitäten, Besonderheiten, Zukunftsperspektive, Partner u.a.)
  • Wie viele Personen werden erreicht?
  • Wie wurde das Projekt angenommen, was hat gut funktioniert?
  • Wofür möchten Sie das Preisgeld verwenden?

Das Projekt sollte möglichst anschaulich und prägnant beschrieben werden, damit sich die Jury ein gutes Bild machen kann. Bei von Dritten vorgeschlagenen Einzelpersonen muss der besondere Beitrag bzw. die Rolle der zur Förderung vorgeschlagenen Person ersichtlich sein. Die Inhalte des Konzeptes oder Projektes müssen geistiges Eigentum des Bewerbenden als Urheber sein.

Über die Vergabe des Hessischen Elisabeth Preises für SOZIALES 2021 und die Aufteilung des Preisgeldes entscheidet eine Jury, bestehend aus Politik, Wohlfahrtspflege und Wissenschaft.

Bewerbt euch jetzt!

Bewerbungen bis 16. August 2021 an: bewerbung@hessischer-elisabethpreis.de 

Preisverleihung

Die Preisverleihung findet am 17. November 2021 in Wiesbaden statt.

Veranstalter*innen sind: Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen e. V., die Landesregierung und die LOTTO Hessen GmbH.

Moderiert wird die Preisverleihung durch Journalistin (TV, Radio) und Autorin Bärbel Schäfer.

Foto: Anja Jahn

Wir freuen uns auf Eure Bewerbung!

Fragen?

Bei Fragen zum Hessischen Elisabeth Preis für SOZIALES 2021 und zur Bewerbung wendet Euch an:

Petra Goertz

Projektbüro HEPS
Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen e. V.
Luisenstraße 26
65185 Wiesbaden
Telefon: 0611 – 308 14 34
E-Mail: p.goertz@liga-hessen.de
www.liga-hessen.de