Der Preis für soziale Ideen und Projekte

Im Jahr 2017 haben sich die Liga Hessen gemeinsam mit einem der größten Sozialsponsoren im Land, der LOTTO Hessen GmbH, und der Hessischen Landesregierung zusammengetan, um einen neuen Preis ins Leben zu rufen. Der Hessische Elisabeth Preis für SOZIALES wird seitdem jedes Jahr verliehen. Ausgezeichnet werden Vereine, Organisationen, Kommunen, Bildungseinrichtungen, Initiativen aber auch Einzelpersonen, die sich zu einem gesetzten sozialen Thema auf besonders innovative oder herausragende Weise engagieren.

30.000 Euro Preisgeld stellt LOTTO Hessen hier zur Verfügung. Dieses Preisgeld wird auf mehrere Preisträger verteilt. Bis zum Jahr 2020 war Ministerpräsident Volker Bouffier Schirmherr des Preises, ab 2021 ist es der Hessische Minister für Soziales und Integration, Kai Klose.

Die Jury setzt sich zusammen aus einer/m Vertreter*in des Hessischen Sozialministeriums (derzeit Staatssekretärin Anne Janz), einem/r Vertreter*in von LOTTO Hessen, dem/r Vorsitzenden des Sozial- und Integrationspolitischen Ausschusses im Hessischen Landtag, einem/r wissenschaftlichem Berater*in und den Mitgliedern des Kernvorstandes der Liga Hessen.

Bewerbungskriterien 2022

 

Innovationsgehalt

Es werden Projekte ausgezeichnet, die zukunftsweisende Ansätze verfolgen. Gesucht werden Bewerbungen oder Initiativen, die innovative Ideen umsetzen, die neue Kontakte herstellen und unterstützen, indem sie mit anderen Gruppen oder Initiativen zusammenarbeiten oder die innovativen Ansätze bei der technischen Umsetzung oder -finanzierung verfolgen.

Übertragbarkeit

Die Preisträger-Projekte sollen zur Nachahmung anregen. Es ist daher wichtig, dass sie nicht nur unter den jeweiligen örtlichen Voraussetzungen gelingen, sondern dass sie sich auch auf andere Orte übertragen lassen. Einmalige Aktionen sind für den Preis damit nicht geeignet.

Empowerment

Es werden Projekte ausgezeichnet, die die Menschen darin ermutigen, ihre eigenen Stärken zu entdecken und weiterzuentwickeln. Besonders erwünscht sind Projekte, in denen Menschen befähigt werden, ihre soziale Lebenswelt und ihr Leben selbst zu gestalten und Lernprozesse von Betroffenen für Betroffene zu initiieren (peer to peer).

 

Wer kann sich bewerben?

Wir suchen Projekte und Initiativen aus der Sozialen Arbeit, die zukunftsgerichtet für nachhaltige Entwicklung stehen und einen Beitrag für die Umsetzung der 17 Globalen Entwicklungsziele (17 SDGs) leisten. Diese Projekte sollen zeigen, wie ökologischer und sozialer Fortschritt schneller gelingen kann. Der Preis will alle wichtigen Akteur*innen zum Wandel motivieren, sie über Grenzen hinweg vernetzen und Partnerschaften anregen.

 

Voraussetzung ist, dass 

> die Bewerber-Projekte maximal vor zwei Jahren begonnen haben müssen und mindestens sechs Monate (vor Beginn Bewerbungsfrist) bestehen.

> die Bewerber-Projekte mindestens zwei Nachhaltigkeitsziele erfüllen und aus dem sozialen Bereich kommen.

Beispiel: Bei einem Street Food-/Kantinen-Projekt wird auf gesunde Ernährung aus der Region geachtet – die Zielgruppe sind vorwiegend wohnungslose Menschen.

>> Bewerbt euch jetzt noch bis zum 14. August 2022 unter: bewerbung@hessischer-elisabethpreis.de 

HIER GEHT ES ZUR SEITE MIT DEN BEWERBUNGSUNTERLAGEN 

Elisabeth von Thüringen

Sie wird die Mutter Theresa des hohen Mittelalters genannt und steht als Sinnbild für die Entstehung der Sozialarbeit in Hessen. Elisabeth von Thüringen ist die Schutzheilige der Sozialarbeiter, der unschuldig Verfolgten, Bettler, Kranken und Notleidenden. 

1207 als Königstochter in Ungarn geboren, wird Elisabeth im Alter von 14 Jahren mit dem Landgrafen Ludwig IV. von Thüringen verheiratet, ihr fehlte es an nichts. Doch all der Reichtum war ihr nicht wichtig, sie sah ihre Berufung darin, für hilfe- und schutzbedürftige Menschen da zu sein, ihnen zu helfen. Das wurde am Hof und in der adeligen Verwandtschaft nicht gern gesehen. Sie ging allen Anfeindungen zum Trotz ihren Weg, alleine, nachdem ihr Mann früh starb, und widmete sich den Armen und Kranken. Sie gründete ein Spital in Marburg nach ihrem großen Vorbild Franz von Assisi und arbeitete dort als Krankenschwester bis zu ihrem Tod mit 24 Jahren am 17. November 1231. Bereits vier Jahre nach ihrem Tod wurde Elisabeth heiliggesprochen – sie ist in der eigens erbauten und geweihten Marburger Elisabethkirche begraben. 

Bildnis_der_heiligen_Elisabeth_Fotolia_Renta Sedmkov (Mittel)