Preisträger 2021

1. Platz (10.000 Euro):
„Online- Schulungen und -beratungen“ I WISA – wir sind angekommen e. V. I Rodgau 

Begründung der Jury:

Der Verein „WISA – Wir sind angekommen“ ist von jungen Menschen mit Migrationshintergrund aufgezogen worden und richtet sich an die, die sich hier ganz neu zurechtfinden müssen. Das peer-to-peer-Projekt hat schnell auf die Pandemie reagiert und Online-Formate und -Schulungen sehr erfolgreich umgesetzt. Ein vorbildhaftes Engagement, das mithilfe der digitalen und räumlichen Angebote neu angekommen junge Menschen sofort mit in die Gemeinschaft integriert. Dieses Engagement muss ausgezeichnet werden, in diesem Fall mit dem ersten Preis. Herzlichen Glückwunsch an die Sieger*innen!

2. Platz (8.000 Euro): 
Kunstprojekt „Lock up“ I Kinder- und Jugendhilfezentrum Waldfrieden, Mission Leben I Butzbach

Begründung der Jury:

Kunst verbindet, kurbelt Kreativität an, regt zum Austausch an. Bei dem Kunstprojekt „Lock up“ in Butzbach haben die Macher*innen mitten in der Pandemie einen kreativen Raum für die Kinder und Jugendlichen in der Einrichtung geschaffen. Sie können ihre Gedanken und Emotionen in der Pandemie kreativ ausleben und erfahren Wertschätzung für ihre Werke, auch weit über die Einrichtung hinaus. Ein Projekt gegen Einsamkeit und auch ein nachhaltiges Projekt: Es wird fortgeführt und auf weitere Zielgruppen ausgeweitet. Herzlichen Glückwunsch zum 2ten Platz!

3. Platz (4.000 Euro): 
Standby@home – das kontaktlose YOUgendmagazin I KJK Sandgasse I Offenbach

Begründung der Jury:

Standby@home – das kontaktlose YOUgendmagazin wird von Jugendlichen konzipiert, geplant und produziert. Das Magazin gibt es schon seit mehr als 20 Jahren; im Jahr 2020 wurde es aufgrund der Pandemie thematisch und organisatorisch angepasst. Die Macher*innen gehen gezielt auf die Bedürfnisse ihrer Zuschauer*innen ein. Ein sehr vielseitiges und kreatives Projekt, und auch unter dem Teilhabe-Aspekt sehr lobenswert: Kinder und Jugendliche sind hier nicht nur beteiligt, sie sind die Macher*innen dieses Magazins. Dafür bekommen sie einen der drei 3ten Plätze!

3. Platz (4.000 Euro):
„FiH goes Online“ I Hessisches Diakoniezentrum Hephata I Raum Kassel, Eschwege und Hersfeld/Rotenburg

Begründung der Jury:

„FiH (Familienintegrative Hilfe) goes Online“ ist ein kreatives Projekt des Jugendhilfeträgers Hess. Diakoniezentrum Hephata e.V., während der Corona-Pandemie. Die Idee: Eine Freizeit online umzusetzen. Konkret bedeutete das: ein vielfältiges Programm mit Sport, Backen und Kochen, kreativen Spielen eine Woche lang online anzubieten, um Tagesstruktur, Kontakt und Interaktion aufrecht zu erhalten. Es hat sich gelohnt. Die Jugendlichen waren von Anfang an mit eingebunden. Da das Angebot so gut angenommen wurde, wird es weitergeführt und sogar ausgebaut: Eine hervorragende Idee der Vernetzung und Gemeinschaft. Wir sagen: Herzlichen Glückwunsch an FiH goes Online mit dem 3ten Platz!

3. Platz (4.000 Euro):
Corona-Tagebuch I Jugendzentrum Nordend I Offenbach 

Begründung der Jury:

In der Schreibwerkstatt im Jugendzentrum Nordend in Offenbach können Jugendliche, die teilweise aus bildungsfernen Familien kommen, sich journalistisch ausprobieren. Die Initiator*innen haben in der Pandemie schnell reagiert und das Corona-Tagebuch ins Leben gerufen. So hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Situation, Gefühle, Ängste in der Pandemie auf Papier zu bringen, zu teilen mit anderen. Es entstand eine neue Gemeinschaft, die über die Pandemie hinausgeht. Das Tagebuch ist Spiegel der Zeit, und vielleicht auch Wiege neuer junger Talente! Wir finden, diese Idee muss honoriert werden. Wir ermutigen zur Fortsetzung und sagen herzlichen Glückwunsch zum 3ten Platz!